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«Ein Ort der Gefühle, der Kraft und des Glaubens» Die HKA feierte ihren Traditionsanlass auf der Rüt

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Am 7. Dezember fand auf dem Rütli der Traditionsanlass der Höheren Kaderausbildung der Armee (HKA). Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der geschichtsträchtige Rütlirapport von General Henry Guisan.

Wieso ausgerechnet auf dem Rütli? „Weil es ein symbolträchtiger Ort ist und wir gleichzeitig auch kurz vor dem Abschluss dieses Jahres mit insgesamt sieben HKAperforma2010-Veranstaltungen stehen“, begründete Divisionär Marco Cantieni die Wahl der historischen Wiese als Austragungsort für den HKA-Anlass. Der Kommandant der Höheren Kaderausbildung der Armee begrüsste die Anwesenden mit 15 Kurzgeschichten zum Rütli, die in der Aussage gipfelten: „Das Rütli gehört uns allen.“
Prof. Dr. Rudolf Jaun
Der wichtigste Erinnerungsort
Die gleiche Frage - wieso ausgerechnet auf dem Rütli - stellte sich Minuten später auch Rudolf Jaun, Dozent für Militärgeschichte an der Militärakademie (MILAK). Er beantwortete diese Frage allerdings aus einer anderen Perspektive und betonte: „Das Rütli ist der wichtigste Erinnerungsort der Schweiz.“ Es sei ein Ort der Gefühle, der Kraft und des Glaubens. Für sein Referat, in welchem er auf den Rütlirapport von Henri Guisan einging, standen Rudolf Jaun rund 20 Minuten zur Verfügung. Genau gleich viel Zeit an derselben Stelle konnte am 25. Juli 1940 auch der Schweizer General für sich beanspruchen, um seine Réduit-Idee zu erklären. In seiner Rede hielt sich Guisan nicht an das vorbereitete Manuskript. Er betonte aber vor den Kommandanten der Schweizer Armee, wie wichtig es sei, sich selbst treu zu bleiben. „Das ist für uns auch heute hilfreich“, spannte Jaun den Bogen in die Gegenwart.

Historische Häppchen
Zum Traditionsanlass der Höheren Kaderausbildung der Armee passte auch das Rahmenprogramm. Zuerst gings mit dem Dampfschiff „Uri“ auf dem Vierwaldstätter- und Urnersee von Luzern zum Rütli. Während der Fahrt präsentierte Heinz Horat, Direktor des Historischen Museums Luzern, wissenswerte und historische Fakten mit lokalem Bezug. Er sprach über den Komponisten Richard Wagner, der während sechs Jahren am Vierwaldstättersee lebte. Ihm zu Ehren wurde in Luzern ein Museum eröffnet. Und Horat sprach über den imposanten Schiller-Stein kurz vor dem Rütli, der dem deutschen Dichter und Verfasser der Tellensage gewidmet ist. Dabei blickte der Direktor des Historischen Museums Luzern zurück auf das Weisse Buch von Sarnen, das rund drei Jahrhunderte vor Schiller die Geschichte Wilhelm Tells thematisierte.

Musikalische Auflockerung
Traditionell war auch die musikalische Umrahmung des Anlasses. Damit ist nicht in erster Linie das obligate Singen der Schweizer Nationalhymne und des Beresina-Liedes gemeint - und auch nicht das Detachement des Militärspiels, das immer wieder für kurze Auflockerung sorgte. Gemeint sind viel mehr die beiden Alphornbläser, die die Gesellschaft auf dem Rütli empfingen sowie das Jodlerchörli, das die kalten Temperaturen, die auf dem symbolträchtigen Rütli vorherrschten, vergessen liess.

 

Für Fragen zu dieser Seite: Höhere Kaderausbildung der Armee (HKA)
Zuletzt aktualisiert am: 09.12.2010

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