Mit Internettelefonie verstehen Hörbehinderte besser

Sonntag, 10. Oktober 2010 um 15:55 Uhr bw
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Internet-Telefondienst wie Skype oder Google-talk könnten Hörbehinderten das Leben erleichtern. Hörbehinderte verstehen ihren Gesprächspartner über solche Internetkanäle besser am Telefon, wie eine Studie von Forschern am Inselspital Bern zeigt.

Internettelefon

Ein Telefongespräch zu führen ist für Hörbehinderte oft schwierig. Studien zeigen, dass rund 30 Prozent aller Hörgeräte- und Hörprothesentragende selbst mit Hilfe von Verstärkern nicht mehr telefonieren können. Gerade ältere Menschen verlieren aber ohne das Telefon wichtige soziale Kontakte und vereinsamen.
Herkömmliche Telefone senden in einer Frequenzbandbreite von 300 bis 3400 Hertz. Bei Konsonanten wie F, C, S oder T liegt ein grosser Teil der Energie des Sprachsignals oberhalb dieses Spektrums. Das Telefon überträgt diese hohen Frequenzen nicht, was die Sprachinformation etwas unklarer macht.
Für Normalhörende ist dies kein Problem. Hörbehinderte aber verstehen unter Umständen deswegen ihre Gesprächspartner am Telefon nicht mehr. Die Internettelefonie dagegen überträgt in höchster Qualität breitbandig, von 200 bis 8500 Hertz was das bessere Verstehen erklären könnte.
SDA – Simon Koechlin